Geschichte

 

Einleitung

Wettkampf - GeschichteSchon seit jeher gibt es bei den Kampfkünsten ein entscheidendes Dilemma: wie kann man diese im Kampf anwenden ohne sie einerseits völlig zu verfälschen und gleichzeitig ohne die Ausübenden einem unakzeptabelen Risiko auszusetzen. Bei Kampfkünsten, bei denen Waffen gebraucht werden, tritt dieses Problem besonders in den Vordergrund.


Früher gab es auf den Philippinen regelmäßig Kämpfe zwischen Ausübenden verschiedener Stile. Diese Kämpfe, die meistens mit der Waffe ausgetragen wurden, wurden auch "Todeskämpfe" genannt, weil die Kämpfer die Ehre ihres Stiles völlig ohne Schutzkleidung verteidigten.

Entwicklung

In neuerer Zeit mussten Wege gefunden werden, um Training und Wettkämpfe so realistisch wie möglich und gleichzeitig so sicher wie möglich zu machen. Die zurzeit weltweit bekannteste und am meisten akzeptierte Methode wurde in den Siebzigerjahren auf den Philippinen von Großmeister Dionisio Cañete vom bekannten Doce Pares Club in Cebu entwickelt. Großmeister Cañete ist einer der Leiter des Doce Pares und war selbst Zeuge zahlreicher "Todeskämpfe".


Seit den Sechzigerjahren spielte er eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Verbreitung des Eskrima sowohl auf den Philippinen als auch in vielen anderen Ländern. Großmeister Cañete entwarf die Regeln für die erste philippinische Landesmeisterschaft 1979 und auch die Schutzbekleidung für die Teilnehmer.Durch ihren großen Erfolg wurden diese Meisterschaften auch außerhalb der Philippinen bekannt.

Nach einer Rundreise von Großmeister Cañete durch die Vereinigten Staaten wurden 1988 die ersten nationalen Eskrima Meisterschaften organisiert und 1989, bei den ersten offenen Eskrima Kali Arnis Meisterschaften in Cebu nahmen zehn Länder daran teil. Gegenwärtig nehmen mehr als 20 Länder bei den Weltmeisterschaften teil, die jedes Jahr unter der Schirmherrschaft der World Eskrima Kali Arnis Federation WEKAF organisiert werden.

Wettkampf

Wettkampf - GeschichteBei diesen Wettkämpfen werden die gewöhnlichen Rattan-Stöcke gebraucht, und die Kämpfer tragen Schutzkleidung.

Die Teilnehmer tragen einen Helm, der den Kopf und den Nacken schützt und einen Schutzanzug, der den oberen Teil des Körpers bis zu den Knien schützt, sowie Handschuhe und Armschützer.

Diese Wettkämpfe gehen über drei Runden, von denen jede eine Minute dauert. Jeder Wettkampf wird von zwei Schiedsrichtern beurteilt ; einer auf der Kampffläche und einer in der Ecke.

Die Stöcke werden so schnell geschwungen, dass es unmöglich ist jeden einzelnen Schlag zu zählen. Deswegen ist nicht nur entscheidend welcher Kämpfer am meisten schlägt, sondern auch wer sich am besten bewegt, die beste Beinarbeit und die kämpferischste Ausstrahlung hat.

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