Technik - Zusammenfassung

  Solo Olisi: Einzelstock

Solo Olisi: EinzelstockDas Eskrimatraining beginnt immer mit dem einzelnen Stock. Die starke Hand hält den Stock, normalerweise ein Rattanstock, der ca. 75 Zentimeter lang und 2 Zentimeter dick ist, und dient als primäre Angriffswaffe. Die leere Hand wird hauptsächlich zur Verteidigung und zur Kontrolle der gegnerischen Waffenhand gebraucht. Die meisten dieser Techniken ähneln den Espada (Schwert) Techniken. Wirbeltechniken („Amarra") werden gelehrt, um die Handgelenke und die Koordination zu stärken. Dies wiederum verstärkt die Schlagkraft und ermöglicht schnelle Bewegungen des Handgelenks in der Nahdistanz.

Solo Olisi Techniken werden sowohl im Distanzkampf („Largo"), als auch in der Halbdistanz („Media") und im Nahkampf („corto") gebraucht. Der Largo-Bereich (auch „Largo Mano" genannt) zeichnet sich durch ausweichende Beinarbeit und schnelle Schlagserien zur gegnerischen Waffenhand aus. Der Media-Bereich (auch „Sumbrada" genannt) gebraucht hoch entwickelte Kontrolltechniken der gegnerischen Waffenhand mit gleichzeitigem Gegenangriff. „Tapi Tapi", das hoch entwickelte Trapping- und Kontrollsystem wird gelehrt, um diese Fähigkeiten zu trainieren. Der Corto-Bereich (auch „Hubad" genannt) betont kreisförmige Angriffe und den ständigen Wechsel des Angriffswinkels um die gegnerische Verteidigung herum.

Eine der elementarsten Solo Olisi-Übungen ist das Abesedario, ein umfassendes Übungssystem, dessen sieben Niveaus so ausgelegt sind, dass sie die Beweglichkeit aus allen Winkeln, die Kontrolle des Gegners und Gegenangriffe in allen drei Distanzen trainiert. Darüber hinaus werden zahlreiche Entwaffnungen gelehrt.

Doble Olisi: Doppelstock

Doble Olisi: DoppelstockBeide Hände halten einen Stock.Die Stöcke werden sowohl für Angriff als auch Verteidigung gebraucht. Am Häufigsten ist in dieser Kampfart die lange Distanz und zwar auf Grund der verschiedenen Kontrolltechniken, die in dieser Distanz zur Verfügung stehen.
Eine große Auswahl an Schlag- und Wirbeltechniken wird gelehrt, um Schlagkraft und Koordination zu entwickeln. Diese Fähigkeiten werden auch durch mehrere Partnerübungen gefördert, welche als „Pinky Pinky" oder „Sinawali" bekannt sind. Die durch das Doppelstocktraining erworbenen Fähigkeiten werden auch in anderen Kampfarten eingesetzt, wie dem waffenlosen Kampf („Mano Mano") und in Kombinationen aus Einzelstock und Handkontrolle sowie beim gleichzeitigen Stock-und Messerkampf („Espada y Daga").

Espada y Daga: Stock und Messer

Espada y Daga: Stock und MesserEspada y Daga (auch „Punta y Daga " oder „Olisi y Baraw" genannt) ist einer der kompliziertesten und am weitesten entwickelten Teile des Eskrima. Die starke Hand hält einen Stock oder eine lange Klingenwaffe und hat die primäre Angriffsfunktion.Die schwache Hand hält das Messer und wird sowohl für Angriff (Stich und Schnitt) als auch Verteidigung (Abwehr, Handkontrolle, Hebel) eingesetzt. Das Training beginnt mit Übungen, die die Koordination der beiden Waffen bei den Schlag- und Kontrolltechniken lehrt.

Danach kommen Beinarbeit und der richtige Körpereinsatz hinzu. Im weiteren Verlauf werden Übungen mit Mehrfachangriffen (normalerweise ein Angriff mit der langen Waffe, gefolgt durch die kurze Waffe) hinzugefügt. Nach einfachen Abwehrtechniken weicht man sofort nach außen aus, um nicht zwischen die beiden Waffen des Gegners zu geraten . Zum Schluss kommen die komplizierten Espada y Daga Hebel und Würfe hinzu.

Mano Mano: Waffenloser Kampf

Mano Mano: Waffenloser KampfMan sagt, dass in den philippinischen Kampfkünsten die Waffe lediglich ein Ersatz für die leere Hand ist. Viele Techniken bleiben praktisch die Selben, ob mit oder ohne Waffe ausgeführt. Viele waffenlose Techniken kommen aus dem Espada y Daga.Viele Körperteile können als Waffe eingesetzt werden und daher umfasst der waffenlose Kampf Fauststöße und Tritte, Ellenbogen-und Knietechniken, Kopfstöße usw. Hebel und Würfe werden ebenfalls eingesetzt. Das Doce Pares Mano Mano enthält eine spezielle Tapi Tapi Übung, die Kaw-it genannt wird.

Dies bedeutet, dass die gegnerische Angriffshand mit nur wenigen Fingern oder sogar nur mit einem Finger kontrolliert wird, während man gleichzeitig selbst angreift. Diese Kontrolltechniken werden sowohl im Kampf mit Waffen als auch im waffenlosen Kampf angewandt und werden auch dazu genutzt, um den Rhythmus des Gegners zu unterbrechen.

Dumog: Philippinischer Bodenkampf

Dumog: Philippinischer BodenkampfDas Grappling ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Eskrima-Trainings und wird Dumog genannt. Eine Vielzahl von Hebeln, Würfen und Zwangsgriffen, die sowohl mit als auch ohne Waffe eingesetzt werden können, wird gelehrt. In den traditionellen philippinischen Kampfkünsten war der Ringkampf nicht so stark entwickelt wie heute, weil früher oft zum Messer gegriffen wurde.In diesen Fällen kam es logischerweise erst gar nicht zum Bodenkampf. Heutzutage ist das anders und das Dumog ist ein hoch entwickelter und differenzierter Teil des Eskrimatrainings.

Baraw: Messer

Baraw: MesserDer Messerkampf ist in den philippinischen Kampfkünsten stark entwickelt, wo man eine besonders große Auswahl an verschiedenen Stilen finden kann. Dafür gibt es eine logische Erklärung. Eskrima wurde ursprünglich auf dem Schlachtfeld entwickelt und enthält darum einige sehr realistische Aspekte.Das ist auch der Grund für den hoch entwickelten Messerkampf, schließlich ist es immer besser, sich mit einer Waffe zu verteidigen, wenn man unerwartet angegriffen wird. Selbst wenn diese Waffe ein Messer ist.

Das Training beginnt mit Abwehrtechniken gegen verschiedene Messerangriffe. Viele Block-und Abwehrtechniken werden auf vier Arten trainiert: einfaches, doppeltes und mehrfaches Stechen und Schneiden.Die Gegenangriffe werden immer gleichzeitig ausgeführt. Ausgefeiltere Abwehrtechniken enthalten auch Hebel, Entwaffnungen und Handkontrolle sowie das Umleiten der gegnerischen Waffe. Das fortgeschrittene Training besteht aus einer Vielzahl von Abwehr-, Angriffs- und Gegenangriffstechniken in den verschiedensten Kombinationen und mit ständiger Handkontrolle und Umleiten der gegnerischen Angriffshand, wobei beide Gegner mit dem Messer bewaffnet sind.

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