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Berichte
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01.04.2008
  Zeitungsartikel über Doce Pares Eskrima - Sauerland


6. SPARRINGBURG CUP 2007 in Bielefeld


Balve. (sim) Als Ferdinand Magellan im Jahr 1521 beim Versuch, die Welt zu umsegeln, auf den Philippinen eintrat, da machten er und seine Besatzungsmitglieder sehr schmerzhafte Bekanntschaft mit den streitbaren Eingebo­renen. Etliche von ihnen, so erzählt die Legende, waren besonders ausgebildet, mit Stöcken und Speeren zu kämpfen. Für Magellan war die Reise auf den Philippinen zu Ende. Er fiel am 17. April 1521 im Kampf Die Kampfkunst der Philippinos, „Eskrima" genannt, hat sich bis heute erhalten, und wird mittlerweile auch in Balve gepflegt.
„Doce Pares" so nennt sich jene Variante von „Eskrima", die von Oswald Hesse und seinen Vereinskameraden im „Doce Pares Sauerland e.V." nun trainiert wird. Der ungewöhnliche Name des Sports soll zurückgehen auf eine Gruppe von Techniken, die für diese Art der Kampfkunst auf den Philippinen entwickelt wurde.

Regelmäßig treffen sich die Vereinsmitglieder, um die verschiedenen Techniken ihrer Kampfkunst zu üben, bei der es darum geht, mit Stock und Messer in flüssigen Bewegungen einen Gegner zu entwaffnen und kampfunfähig zu machen. Dabei kommt es darauf an, zwölf festgelegte Angriffspunkte auf dem Körper des Gegners zu treffen. In Prüfungen wird das Gelernte regelmäßig vorgeführt. Wie in vielen anderen Kampfsportarten geben Farben am Gürtel einen Überblick über den Trainingsstand der Sportler.

Gerade erst trafen sich die Aktiven des „Doce Pares" in Balve, um in der Turnhalle der Realschule eine solche Prüfung durchzuführen. Die Prüflinge kamen aus Iserlohn, Altena, Werdohl und Sundern. Hubert Mayr aus Bielefeld, als Träger des Schwarzen Gürtels ganz oben in der sportlichen Hierarchie, begutachtete die Leistungen der teilnehmenden Sportler. Mayr ist zudem der Präsident der Kampfsportler in Deutschland.

Auf Lehrgängen und Semi­naren lernen die Sportler neue Techniken und Trainingsmethoden. Allerdings haben sie in Balve ein akutes Problem: Zurzeit steht ihnen kein Trainingsraum zur Verfügung. Oswald Hesse, Vorsitzender von Doce Pares Sauerland, hofft aber, dass sein Verein bei der Neuverteilung der Trainingszeiten berücksichtig wird, Bisher trafen sich die Sportler im Sommer unter freiem Himmel und wichen im Winter auch schon mal in den Stall des Bauern Cordes aus.
Wer gern Kontakt zu den Sportlern aufnehmen will, der kann sich im Internet unter
www.doce-pares-sauerland.de informieren, oder sich per E-Mail unter docepares-sauerland@online.de direkt an Oswald Hesse wenden.

 

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