
Am 5.5.2007 fanden in Utrecht/Niederlande die ersten Europa-Meisterschaften seit Beginn der Kooperation zwischen GM Cacoy Canete und Frans Stroeven statt.
Vier Nationen, Polen, England, Niederlande und Deutschland, traten mit insgesamt 49 TeilnehmerInnen zum Vergleich an. Gestartet wurde in drei Disziplinen: Formen, Einzelstock und Messerkampf. Die Deutschen konnten durch Beruf, Abitur und Gesundheit leider nur mit einem kleinen Team an den Start gehen.
In einem überschaubaren Formenstarterfeld von 5 TeilnehmerInnen konnte sich die Niederländerin Yvonne Hoogendoorn gegen ihre weiblichen, aber auch männlichen Kontrahenten mit einer Doppelschwertform durchsetzen. Bei seinem ersten internationalen Start belegt Mathias Neuse(Bad Oyenhausen) einen guten vierten Platz.
In der Disziplin Einzelstock wurde in einer Gewichtsklasse gekämpft, so dass sehr schön beobachtet werden konnte wie die verschiedenen "Gewichte" Ihr Vorteile in das Kampfgeschehen einbringen konnten...
27 Teilnehmer gingen an den Start, darunter auch drei Deutsche. In zum Teil sehr hochklassigen Kämpfen schlugen sich die deutschen Teilnehmer sehr gut. Martin Lümkemann(Bielefeld) mußte sich in der zweiten Runde den später sehr überlegen siegenden F. Stroeven junior geschlagen geben.
Markus Hartig(Bielefeld) kämpfte sich bis ins Viertelfinale vor und verlor dort unverständlicherweise, das sah übrigens auch der Trainer seines Kontrahenten so, und verpaßte somit knapp dass Halbfinale.
Bis ins Halbfinale konnte sich Tobias Domnik mit sehr guten Leistungen vorkämpfen, verlor aber dort äusserst knapp.
Im kleinen Finale um den dritten Platz mußte er dann seinem Gegenüber gratulieren. So kamen zwei Deutsche unter die besten acht, einer davon unter die besten vier. Ein hervorragendes Ergebnis, womit niemand im Vorfeld gerechnet hatte.
Die am emmotionalsten geführte Kampfklasse war eindeutig die Messerklasse, vielleicht lag es daran, daß sie das erste mal ausgekämpft wurde. Hier wurde ebenfalls in einer Klasse gestartet. Es traten 24 Teilnehmer an. Da es für viele der erste Messerwettkampf war, zahlten einige Teilnehmer noch entsprechendes Lehrgeld. In Richtung Halbfinale wurden die Kämpfe immer besser, mit Abstand der beste Kampf war das Finale zwischen Thierry Baggem und André Westa. Der Kampfrichter mußte so gut wie nie eingreifen. Ein knapper Sieg ging in diesem sehr fairen und sauber geführten Kampf dann verdient an Thierry Baggem.
Ein besonderes Lob muß hier noch einmal an die Kampf- und die Punktrichter gehen. Ich habe sehr selten ein komplettes Turnier gesehen, wo von Anfang bis Ende so fair auf hohem Nivaeu geschitzt wurde.
Es waren sich alle einig: So kann die Entwicklung in dem Verband Doce-Pares-Eskrima-Europa weiter gehen...!
|