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Berichte
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01.02.2005
  „SPARRINGBURG CUP“- Meisterschaft in Bielefeld
 

SPARRINGBURG CUP - 3. Bielefelder Stadtmeisterschaften

SPARRINGBURG CUP - 3. Bielefelder StadtmeisterschaftenZum dritten Mal trafen sich Kämpferinnen und Kämpfer um in den Stockformen und dem Stockkampf die TitelträgerInnen der Bielefelder Meisterschaften zu ermitteln. Erstmalig wurden auch verbandsfremde TeilnehmerInnen zugelassen, was zu einer Bereicherung dieser Meisterschaft führte. Neben TeilnehmerInnen aus Bielefeld, Bad Oeynhausen und Leipzig gingen dieses Jahr auch Sportler aus Hannover und Berlin an den Start.

Nach wie vor sieht der Veranstalter dieses Turnier als Möglichkeit den Anfängern und den Anfängerrinnen einen lockeren Einstieg in die Wettkampfszene zu ermöglichen. Dieses wurde auch in diesem Jahr wieder erreicht, in dem die Fortgeschrittenen in der Vorrunde darum gebeten wurden den „Dampf“ ein wenig heraus zunehmen. So konnten die Kampfeinsteiger ihre Erfahrung sammeln. Da in drei Runden pro Kampf gekämpft wurde, konnten die erfahrenen KämpferInnen bei Bedarf das Tempo in der zweiten und dritten Runde entsprechend anziehen.

Im Formen Wettkampf waren dieses mal nur Damen am Start, verletzungsbedingt waren Männer leider Mangelware. Hier wurde von der späteren Siegerin Sonja Ulmer (und amtierenden Deutschen Meisterin) demonstriert, dass das Doce Pares Eskrima berechtigterweise als sehr ästhetische Kampfkunst gilt. Platz zwei sicherte sich Ulla Rüb (ebenfalls aus Bielefeld) und Platz drei ging an Monika Gräve aus Bad Oeynhausen.

Durch eine Grippewelle wurde das Damenfeld in der Disziplin „Kampf“ leider um die Hälfte reduziert, so dass es dieses Jahr sehr übersichtlich war. In gut geführten Kämpfen belegte Ulla Rüb den dritten Platz, Monika Gräve, die das Erste Mal auf einem Wettkampf startete, belegte Platz zwei und Sonja Ulmer verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr, auch wenn die Kämpfe knapper ausfielen als erwartet, souverän.

SPARRINGBURG CUP - 3. Bielefelder StadtmeisterschaftenBei den Herren ging dieses Jahr ein sehr großes und starkes Feld ins Rennen. Es traten 14 Teilnehmer an, darunter mehrere deutsche Meister, als auch ein frisch gebackener Vize-Weltmeister. Da in Bielefeld ohne Gewichtsklassen gekämpft wurde, wurde hier das Aufeinandertreffen der verschiedenen Titelträger aus den unterschiedlichen Gewichtsklassen mit Spannung erwartet.

Damit insbesondere die Kampfeinsteiger so viel wie möglich kämpfen und damit Erfahrung sammeln konnten, wurde in der Vorrunde in Gruppen gekämpft. Hier trat jeder gegen jeden an. Überraschend gut schlugen sich die Neulinge Tobias Domnik, Martin Limkemann und Markus Hartig aus Bielefeld. Technisch und taktisch von den „Ersttätern“ viel der Leipziger Hendrik Gabbert auf. Mit sehr guten Leistungen schaffte er später den Einzug in die KO-Runde.

Sehr gut präsentierte sich auch Engelbert Walleck, der damit eindrucksvoll bewies, dass auch im fortgeschrittenem Alter (immerhin 49 Jahre) sehr gute Leistungen möglich sind. Sehr beweglich eingestellt machte er den sehr viel jüngeren Teilnehmern mit seinem Timing und dem guten Auge das Leben ganz schön schwer. Der begrenzende Faktor war letztendlich nur die Kondition.

Den Hannoveranern war anzumerken, dass sie das erste mal nach WEKAF-Regeln an den Start gingen. Allerdings bekamen sie von Kampf zu Kampf immer mehr Routine. Durch seine Powerschläge verschaffte sich Simon Pollmann entsprechenden Respekt, wie auch Stefan Schlichte durch seine Kampfführung. Dies waren dann neben Timm Lehmberg auch diejenigen, die sich für die nächste Runde qualifizierten. Dies gelang außerdem dem Bielefelder Daniel Deliomini, dem allerdings sein Trainingsrückstand anzumerken war, wie auch den Titelträgern Lothar Ulmer, Henrik Gyarmati und Hubert Mayr.

SPARRINGBURG CUP - 3. Bielefelder StadtmeisterschaftenKonnte in der Vorrunde noch eine Niederlage kompensiert werden, so musste in dieser Runde ein Sieg für den Einzug in die nächste Runde erlangt werden. Eröffnet wurde die KO- Runde mit dem Kampf zwischen Stefan Schlichte und Hendrik Gabbert. Mit vollem Einsatz wurde hier bis zur Erschöpfung alles gegeben. Nach dem Auswerten des Kampfes, übrigens war dies der knappste Kampf von allen, war Hendrik die Erleichterung darüber anzusehen, dass es nicht mehr in eine 4. Runde ging, auch wenn das für ihn das Ausscheiden bedeutete. Der nächste Kampf war eine Wiederauflage des Halbfinalkampfes der DM in Berlin, Lothar Ulmer gegen Daniel Deliomini. Leider konnte sich Daniel hier nicht revanchieren. Auch wenn der Kampf sehr knapp war, konnte sich der amtierende Vizeweltmeister durchsetzen. Eine Begegnung weiter prallten die „Dicken“ aufeinander. Als einzige Schwergewichte die sich in der Vorrunde durchsetzen konnten knallte es hier bei den beiden schon ganz schön. Trotzdem wurde ein sauberer und fairer Kampf geführt, den letztendlich Hubert Mayr für sich als Sieg verbuchen konnte.


Als starker Gegensatz folgte ein Kampf der Leichtgewichte, mit Rund 25 KG weniger Gewicht pro Kämpfer war nun ein sehr schneller und beweglicher Kampf zu sehen. Hier setzte sich ebenfalls erwartungsgemäß der Deutsche Meister durch. Nach dem die Luft, im wahrsten Sinne des Wortes, immer dünner wurde, folgte der Halbfinalkampf zwischen Stefan Schlichte und Lothar Ulmer. Ein guter, attraktiver Kampf, in dem jeder versuchte sich den Finaleinzug zu sichern. Letztendlich konnte sich Lothar durchsetzen. Im zweiten Halbfinale trafen Henrik Gyarmati und Hubert Mayr aufeinander, so dass hier auf alle Fälle ein Bielefelder den Einzug ins Finale schaffen würde. In diesem Kampf wurde, begünstigt dadurch, dass die beiden Trainingspartner sind, alles gezeigt, was den Stockwettkampf so attraktiv macht. Schnelle Schlagserien im Wechsel mit Pendel- und Meidbewegungen in Verbindung mit Blöcken, Phasen des offenen Schlagabtausches die sich mit Phasen des Belauerns und Taktierens abwechselten, als auch eine Entwaffnung. Aber gerade diese mehr als glückliche Entwaffnung führte zu dem Sieg. Den Finaleinzug konnte sich hier Hubert Mayr sichern oder hatte ihn Henrik Gyarmati mehr durch eine Unachtsamkeit verschenkt?

Das kleine Finale gewann Henrik Gyarmati gegen Stefan Schlichte, obwohl auch dies ein guter Kampf war, merkte man dann doch, dass die Luft ein wenig raus war.

SPARRINGBURG CUP - 3. Bielefelder StadtmeisterschaftenDas Finale wurde durch Lothar Ulmer und Hubert Mayr bestritten. Es war ein sehr ausgeglichener Kampf zu sehen, in dem jeder seine Stärken ausspielen konnte und so dem anderen das Leben schwer machte. Die Beweglichkeit des leichteren Kämpfers konnte durch die kraftvollen Schläge des Schwergewichtes und des Einsatzes seines Gewichtes neutralisiert werden. Nichts desto Trotz war der Kampf im Endeffekt schon in der zweiten Runde entschieden. Durch eine schöne Entwaffnung von Lothar Ulmer ging dieser in Führung. Die Versuche durch eine weitere Entwaffnung den Kampf wieder offen zu gestalten gelang dem Bielefelder nicht, so konnte er seinen Titel nicht verteidigen und gratulierte dem Berliner Lothar Ulmer zum Sieg.

Das Fazit des Wettkampfes: Viele neue Kämpfer und Kämpferinnen fanden mit Spaß den Einstieg in den Wettkampfsport, es war wieder einmal hochklassiger Sport zusehen, es gab keine(!) Fehlentscheidung und nicht eine(!) Reklamation. Das bestätigt a) das faire Verhalten der KampfrichterInnen, sowie der KämpferInnen und Trainer – hier ein Lob an die KampfrichterInnen für deren Leistung und ein herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit und b) die Richtigkeit der Entscheidung, die Kämpfer auch als Kampfrichter einzusetzen, um hier die Sensibilität für deren Aufgabe und Leistung zu stärken.

Durch gemeinsame Entscheidungen und Einbeziehung aller Trainer wurde eine Atmosphäre geschaffen, in der ganz unterschiedliche Stile miteinander guten Sport zeigten, ohne die leider oft (unverständlichen und unnötigen) Mimositäten.

Herzlichen Glückwunsch für die gezeigten Leistungen und:

Auf ein Neues im nächsten Jahr!!

Ergebnisse
   
Damen Herren


Formen

1. Platz Sonja Ulmer (Bielefeld)

2. Platz Ursula Rüb (Bielefeld)

3. Platz Monika Gräve (Bad Oeynhausen)

Kampf

1. Platz Lothar Ulmer (Berlin)

2. Platz Hubert Mayr (Bielefeld)

3. Patz Henrik Gyarmati (Bielefeld)

   

Kampf

1. Platz Sonja Ulmer (Bielefeld)

2. Platz Monika Gräve (Bad Oeynhausen)

3. Platz Ursula Rüb (Bielefeld)

SPARRINGBURG CUP - 3. Bielefelder Stadtmeisterschaften

   
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