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Berichte
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04.01.2005
  Großer Bericht im Budo Karate 1/2 2005
"Doce Pares - auf den Weg in die Welt "
 

" Doce Pares - auf den Weg in die Welt "

Veröffentlichungen: Doce Pares Multi Style System
Budo Karate 1/2 2005


"Doce Pares - auf den Weg in die Welt " - Zeitungsartikel Doce Pares - auf den Weg in die Welt
Doce Pares ist eine der ältesten Escrima-Organisationen der Philippinen. Seit einiger Zeit ist der Holländer Frans Stroeven Europachef und hat sich zum Ziel gesetzt Doce Pares Escrima einem möglichst breitem Publikum darzubringen. Diese "Mission" brachte in auch in die österreichische Bundeshauptstadt Wien, wo er vor zahlreichem Publikum sein Können und den Doce Pares Stil präsentierte.

Doce Pares (zwölf Paare) ist ein Mischstil aus verschiedene philippinischen Stilen der 1932 von 24 Meistern gegründet wurde, was auch den Namen erklärt. Haupttragende waren Loronzo und Teodoro Saavedra für den Nahkampf (corto), Jesus Cul für die Mitteldistanz, Felimon Canete für espada y daga, Yoling Canete und Vicent Carin für den Distanzkampf, Maxim Canete für Pangamut und einige mehr. Durch die Zusammenführung dieser verschiedener Stile entstand eine Schule die sich nun gegen alle Distanzen und Angriffe erfolgreich zur Wehr setzten konnte. Besonders die zweite Generation des Canete Clans prägte den heutigen Doce Pares Stil. Hatte sie doch die Möglichkeit von all den großen Meistern zu lernen und das Beste aus den jeweiligen Stilen für sich zu verwenden. Heute besticht Doce Pares durch seine technische Vielfältigkeit und seine logischen und konsequenten Kampfprinzipien. Alle Distanzen sowohl mit Stock, Messer, Schwert und Messer und natürlich auch waffenlos werden abgedeckt.

Ein weiteres Merkmal ist auch die sportliche Schiene. Vollkontaktkämpfe werden mit einer Schutzausrüstung wie Helm, Brust- und Handschutz ausgeführt. Diese Form des Vergleiches sollte die sogenannten "Todeskämpfe" ablöse, in denen philippinische Meister früher gegeneinander antraten um ihr Können zu beweisen. Dabei wurde ohne Schutzausrüstung gekämpft, aber mit vollem Kontakt. Ziel war es ja auch heraus zu finden wer der Bessere war. Dass die Verletzungsrate dabei ziemlich hoch war versteht sich von selbst. Um einen Zweikampf ohne Verletzungen zu ermöglichen wurde von Dionisio Canete eine Schutzausrüstung sowie Wettkampfregeln entworfen, die 1979 in Cebu City erstmals zum Einsatz kamen.
Kampfkunst von klein auf

Die Kampfkunstkarriere von Frans Stroeven begann bereits im zarten Alter von fünf Jahren. Damals führte ihn sein Weg, wie bei so vielen, zum Judo bei der niederländischen Judolegende Anton Geesink. Später begann er sich für Wing Chun bei Meister Wang Kiu zu interessieren und traf dann auf Bill Newman, der sein erster Escrimalehrer wurde. Nach acht Jahren Latosa-Escrima widmete er sich auch dem Inosanto Escrima sowie Jeet Kune Do, das er von Tim Tacket lernte. In beiden Disziplinen hält er Instructor Zertifikate inne. Vor acht Jahren reiste er auf die Philippinen um dort von Dionisio Canete zu lernen.

Auch andere Meister lernte er dort kennen und wurde von ihnen unterrichtet, wie zum Beispiel Lolo Uy vom Budo System oder Esing Atillo vom Balintawak Stil. Am meisten beeindruckte ihn aber Meister Inting Caring der ihm mit seinen 83 Jahren zeigte, dass er in punkto Messerkampf noch einiges zu lernen hatte. "Es war absolut beeindruckend," so Stroeven, "Caring war damals 83 Jahre alt und konnte nicht einmal alleine vom Stuhl aufstehen. Man musste ihm dabei helfen hoch zu kommen. Ich machte damals doch schon eine ganze Weile Escrima und dacht ich wüsste wie man ein Messer abwehrt, aber Caring traf mich jedes Mal.

Diese Begegnung hat meinen ganzen Stil verändert." Mit dem Wissen das er auf den Philippinen erlangt hatte kam er nun auch nach Wien. Auf die Einladung von Doce Pares Österreichchef Peter Weckauf hielt er mit seinem Schüler Marcel Dong ein Seminar mit Schwerpunkt Messerkampf. Das Interesse für dieses Gebiet war riesengroß. Kampfsportler aus allen Sparten sowie auch Ausbildner der Exekutive fanden sich ein, um sich in diesem heiklen Thema weiter zu bilden. Auf seine mit typisch holländischen Witz geprägte Art wusste Stroeven nach nur kurzer Zeit alle zu begeistern und in seinen Bann zu ziehen.

nstruktorenausbildung Auch nach dem Seminar war die Resonanz mehr als positiv. Viele zeigten sich über die Effektivität und Konsequenz des Messerkampfes innerhalb des Doce Pares erstaunt und überrascht. Selbst hartgesottenen Polizeiausbildner konnten den gezeigten Techniken einiges abgewinnen.

Instruktorenausbildung

Das Ziel von Frans Stroeven ist es Doce Pares Escrima einer breiten Masse bekannt zu machen. Erste Grundsteine sind in Belgien, Deutschland, Österreich, Ungarn und Polen bereits gelegt. Jetzt heißt es an der nächsten Generation zu arbeiten. Dafür wurden spezielle Kurse für zukünftige Instruktore entwickelt die derzeit in Deutschland und Österreich angeboten werden. In diesen Kursen sollen an dieser philippinischen Kampfkunst Interessierte zu qualifizierten Lehren ausgebildet werden. Aber nicht nur die verschiedensten Techniken werden unterrichtet, hoher Wert wird auch auf die richtige Art diese weiterzugeben gelegt. Nähere Informationen sind unter www.eskrima.at zu finden.


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